SABINE

Seit ich mich erinnern kann,

mache ich Musik.

 

Aufgewachsen bin ich in einem ostfriesischen Dorf im Landkreis Leer, und an einem kleinen Bontempi-Keyboard, das mein Vater eigentlich für sich selbst gekauft hatte, wurde mein musikalisches Talent erkannt. Meine Mutter berichtet, wie ich als Dreijährige bekannte Melodien einfach nachspielte und Akkorde dazu fand. Ich erinnere mich nicht mehr daran, aber noch heute macht es mir großen Spaß, Songs nach Gehör am Klavier nachzuspielen und zu singen.

 

Und dann war da noch die heimische Gartenschaukel. Als kleines Mädchen liebte ich es, beim Schaukeln lauthals die Hits der 70er zu schmettern - zur Freude des Nachbarhundes und der belustigten Verwandtschaft. Hier entstand mein Traum, einmal als Sängerin auf der Bühne zu stehen!

 

Meine Eltern förderten mich nach ihren Möglichkeiten, und so führte mein Weg über die Heimorgel (ab 5) und das Klavier (ab 9) bis zur Kirchenorgel (ab 14). Nach dem Abitur studierte ich dann Musik und Germanistik auf Lehramt an Gymnasien mit den Instrumenten Klavier und Saxophon.

Wenn ich Musik mache,

fühle ich mich "zu Hause".

Aber der Rahmen muss stimmen!

 

Als Jugendliche sang ich voller Begeisterung in einem Jugend-Gospelchor. Ich traf die höchsten Töne, dachte mir gerne Oberstimmen über der Sopranlinie aus und - durfte ziemlich viele Soli übernehmen. Was für ein Glücksgefühl!

 

Gleichzeitig gab es auf der anderen Seite den Schulchor... hohe Ansprüche (die ich im Gospelchor mit Leichtigkeit erfüllte!) und eine dauerhaft schlecht gelaunte Lehrerin und Chorleiterin führten dazu, dass ich in der Schule grundsätzlich eine belegte Stimme hatte und mich lieber in den Alt setzte. Erst Jahre später habe ich den Zusammenhang zwischen den UMSTÄNDEN und der sensiblen Reaktion meiner Stimme verstanden.

 

Damals verstand ich es nicht und so dachte ich, ich sei nicht gut genug. "Nicht gut genug" - diese tiefe Überzeugung zog sich wie ein Mantra durch meine Jugend. Erst als Erwachsene konnte ich es erkennen und arbeite bis heute daran, die dadurch entstandenen Muster aufzulösen. Ganz werde ich es vielleicht nicht schaffen und ein stückweit gehört es auch zu mir dazu. Es gibt mir Ansporn, immer mein Bestes zu geben.

Musik zu erschaffen, ist

mein höchstes Glück

 

In all den Jahren, in denen ich Musik studiert, gemacht und gelehrt hatte, spürte ich ein inneres Sehnen, das nie aufhörte. Es hatte etwas mit meinem Kindheitswunsch zu tun, eines Tages als Sängerin auf der Bühne zu stehen. Das wusste ich. Aber wonach ich mich wirklich sehnte, verstand ich erst im Mai 2007 auf der Insel Amrum.

 

Während eines musikkinesiologischen Seminars fuhr ich zum Strand, weil ich unbedingt ans Wasser wollte. Als ich dort ankam, hatte sich eine extrem dunkle Wolkenwand am Horizont zusammengebraut, die immer näher rückte. Das Meer wirkte schwarz und bedrohlich, und ich bekam es ganz schön mit der Angst zu tun! Der Strand auf Amrum ist zudem sehr breit, sodass man mehrere hundert Meter laufen muss, um ans Wasser zu kommen. Was nun?

 

Dann passierte in mir etwas: der Entschluss, ans Wasser zu gehen, wurde stärker als die Angst, und ich lief einfach weiter. Ich schluckte meine Angst runter und ging Hand in Hand mit meinem Mann einen Schritt nach dem anderen vorwärts, bis wir am Wasser waren. Als wir dort ankamen, löste sich der schwarze Himmel auf und die Abendsonne kam raus. Wir saßen anschließend noch ca. 2 Stunden dort und genossen diesen einmaligen Glücksmoment.

 

Noch auf Amrum beschloss ich, eine CD aufzunehmen und auf dem Heimweg forderte mein Mann mich auf, dafür eigene Songs zu schreiben. Ich war entsetzt! Das Ziel war, bis Mai 2009 eine CD fertig zu haben, und ich hatte doch noch nie eigene Lieder geschrieben! 

Was für Musik wollte ich denn schreiben? Wovon sollten die Texte handeln? Ich hatte schon eine Menge erlebt, aber darf die Musik persönlich sein? Interessiert es irgendwen, was mich bewegt?

Ich hatte wirklich schon große Wunder erlebt. Davon zu schreiben, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, aber als ich mich irgendwann endlich hinsetzte, um es doch wenigstens einmal auszuprobieren, bahnte sich fast von allein das Lied "Engel" zu mir. Es kam einfach geflogen! Dieses Erlebnis hatte ich so noch nicht wieder, aber es war wie ein zarter Wink vom Himmel: Du kannst das!

 

Im April 2009 hielt ich meine erste CD in den Händen: "und endlich unendlich". Das zweite Album folgte: "Dies ist die Zeit" (2014).

(In meinem Newsletter "Neje Post" erzähle ich noch mehr darüber, was es mit dem Lied "Engel" auf sich hat, und den Songtext gibt es als Geschenk dazu.)

"Eine Musik komponieren, die die Herzen der Menschen berührt." (Daniel Daréus in "Wie im Himmel")

 

2006 sah ich im Kino den Film "Wie im Himmel" und noch Tage danach konnte ich die Tränen nicht zurückhalten, wenn ich an die Schlussszene dachte, in der der erwachsene "Daniel Daréus" sich selbst als Kind im Kornfeld begegnet und es liebevoll in den Arm nimmt. Er hatte sich mit den Ängsten und Dramen seines Lebens zutiefst versöhnt und es schloss sich ein Kreis.

 

Als ich 2016 "Gabriellas Sång" aus demselben Film ins Plattdeutsche übersetzte, wurde mir klar, dass sich dieser Kreis für mich durch die Sprache meiner Kindheit schließen wird, und so entstand schließlich mein Projekt "SANGEN".

 

Auch ich wünsche mir, dass meine Musik "die Herzen der Menschen berührt". Und ich möchte diejenigen kennenlernen, die sich nach solcher Musik sehnen.

 

Gehörst Du dazu? Dann schreibe mir eine Nachricht. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen!

 

KONTAKT

Oder Du bleibst mit meinem Newsletter "Neje Post" immer auf dem Laufenden über das, was sich in mir und um mich herum in Bezug auf meine Musik bewegt. Noch besser!

Sabine Hermann

Jägerstraße 23
27798 Hude

Telefon: 01 73 9 55 69 06
Telefax: 0 44 08  80 92 38
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© 2020 Sabine Hermann  |  Musikerin

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