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Plattdeutsches Debütalbum

Sangen

 

 

 

V.Ö. am 24. 09.2021

kosmopolit records (LC09525)

Besetzung:

Sabine Hermann (Gesang, Klavier, Spinett, Balafon, Synthesizer)

Hauke Krone (Kontrabass, E-Bass, Schlagwerk, Udu, Glasharfe, Balafon)

Valentin Hebel (E-Gitarre, Akustikgitarre, Fretless Gitarre, Balalaika, Mandoline, Synthesizer)

Gregor Hennig, Produzent (Mechatronische Harfe, Synthesizer, Programming)

Hörbeispiel (Ausschnitt)

Mutige Melange

Debütalbum „Sangen“ von Sabine Hermann vereint plattdeutsche Poesie mit Indie-Pop,

Wenn Poesie Plattdeutsch trifft und auf dem Weg Indie-Pop mitnimmt, steht am Ziel eine mutige Melange. Mit ihrem im September 2021 erscheinenden ersten Album „Sangen“ gelingt der Songschreiberin, Pianistin und Sängerin Sabine Hermann eine ungewöhnliche Hommage an die Sprache ihrer Vorfahren. Ungewöhnlich, weil die Musikerin mit ostfriesischen Wurzeln ihre Texte geschickt von elektronisch geprägtem Pop à la London Grammar oder Massive Attack umspielt und damit auch einem sprachunkundigen und jungen Publikum den Zugang zum Niederdeutschen eröffnet.

 

Mitverantwortlich für dieses spannende Debüt ist ein experimentierfreudiges Team, das die Musikerin an Bord geholt hat: der Produzent Gregor Hennig, der Gitarrist Valentin Hebel und der Schlagwerker und Bassist Hauke Krone. Gemeinsam schufen sie eine magische Klangwelt aus Piano, Gitarren, Bass, Schlagwerke, Synthesizer, Drumbeats, Maurerkellen, Glasorgeln, Balafon, Balalaika, Mandoline, Spinett und vielem mehr. In Verbindung mit ihrer klaren und warmen Stimme ließen sie eine Atmosphäre von tiefsinniger Leichtigkeit und transparenter Dichte entstehen.

 

Das Erstlingswerk der in Hude lebenden Musikerin dokumentiert eine Selbsterkundung zurück zu familiären und sprachlichen Ursprüngen. Darauf verweist auch der Albumtitel: „Sangen“ ist nicht nur das plattdeutsche Wort für Gesänge, sondern auch Sabine Hermanns Familienname mütterlicherseits. „Ich trage die plattdeutsche Sprache in mir, habe sie nur nie gesprochen“, sagt die Musikerin. „Als ich vor vielen Jahren anfing, eigene Lieder zu schreiben, entdeckte ich recht bald, dass ich mir meine eigentliche Muttersprache über das Verfassen von poetischen Texten zurückerobern kann. Dadurch entwickelte sich eine starke Verbundenheit mit meinen ostfriesischen Wurzeln.“

 

Aus der Vergangenheit schöpfen und damit den Weg in die Zukunft gestalten - das prägt die Welt von „Sangen“. Insofern überrascht es kaum, dass neben Eigenkompositionen auch die Vertonung eines mittelalterlichen Textes von Walther von der Vogelweide („Uns hat der Winter geschât“) und eine Volkslied-Interpretation („Dat du mien Leevsten büst“) Platz finden. In ihren Eigenkompositionen geht es um die Leichtigkeit des Seins („Waarhen de Wind di weiht“, „Flinnerkes“, „Danz“), um die Liebe („De Leevde“, „Engel“) und die Freiheit („Freesk un freei“). Und auch der Himmel spielt eine Rolle. Denn durch den Film „Wie im Himmel“ wurde Sabine Hermann zum Schreiben eigener Songs inspiriert. „Gabriellas Sång“, den bekanntesten Musiktitel des Films, hat sie folgerichtig in die plattdeutsche Sprache übersetzt und auf dem Album verankert. Mit „Mama“ setzt sie ihrer Mutter musikalisch ein Denkmal.

 

Für das Live-Erlebnis von Sabine Hermanns „Sangen“ sind plattdeutsche Sprachkenntnisse nicht erforderlich, denn die Musikerin liefert auf der Bühne charmant und informativ Hintergründe, Beweggründe oder Geschichten zu ihren Songs. So wird das Publikum atmosphärisch vorbereitet und kann in die Musik eintauchen, auch wenn die Worte vielleicht nicht zu verstehen sind. Am Ende ist es die universelle Sprache der Musik, die alles trägt.

 

Sabine Hermann (Gesang und Piano) wird begleitet von Hauke Krone (Bass, Gitarre und Schlagwerke) und Valentin Hebel (Gitarren, Synthesizer).

Sangen / Release-Tour

27.11.2021, Dötlingen, Kultur Hinterm Feld

07.01.2022 - Aurich, Haxtumer Speicher
 

08.01.2022 - LeerKulturspeicher

Pressefotos
Fotocredit: Akka Olthoff

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Wegen der Verbindung von plattdeutscher Sprache mit moderner Popmusik gilt "Sangen" als innovatives Projekt. Die künstlerische Arbeit für das Album und die in der Region stattfindenden Konzerte im Rahmen der Release-Tour wurden deshalb durch die Oldenburgische Landschaft gefördert. Besten Dank daarför!